Tanja Seufert
Tanja Seufert
ist Co-Redaktionsleiterin des Haus Magazin und schreibt über Themen rund um Wohnkomfort und Einrichten.
Trinkwasser sollte fliessen – am besten jeden Tag.

Trinkwasser-Installationen: Das sind die neuen Vorschriften

Seit dem 1. September 2020 gelten neue Richtlinien zur Trinkwasserhygiene. Sie regeln zum Beispiel die erforderlichen Wassertemperaturen, so dass sich im Trinkwasser keine Legionellen vermehren können.

Trinkwasser muss hygienisch absolut einwandfrei sein. Deshalb sind die Trinkwasser-Installationen, also Leitungen und Armaturen, besonders streng reglementiert – und zwar von der Richtlinie des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfachs (SVGW). Sie regelt zum Beispiel, wie eine neue Trinkwasser-Installation auf Dichtheit geprüft und erstmalig mit sauberem Wasser gefüllt werden muss.

Die wichtigsten Massnahmen

Im September 2020 ist die neue, um mehrere Kapitel ergänzte SVGW-Richtlinie W3/E3 in Kraft getreten. Sie definiert nun auch detailliert die grundlegenden Anforderungen und Massnahmen, damit das Trinkwasser den hohen Hygienestandards genügt. Die «Basics» sind: Trinkwasser muss die optimale Temperatur haben, darf nur mit hygienisch einwandfreien Materialien in Berührung kommen und sollte möglichst jeden Tag fliessen – also nicht in den Leitungen stagnieren.

Trinkwasser-Installationen: Das sind die neuen Vorschriften
© Foto von grauy auf istockphoto.com

Nur kalt oder heiss, bitte

Wo wird das warme Wasser für die Badewanne eigentlich erhitzt – und was hat das mit Trinkwasserhygiene zu tun? Das Aufwärmen des Wassers übernehmen Warmwasserspeicher (Boiler) und Durchfluss-Wassererwärmer. Damit sich im erhitzten Wasser keine Legionellen vermehren können, muss Warmwasser eine Temperatur von mindestens 50 °C aufweisen.

Die SVGW-Richtlinie definiert die Mindesttemperaturen des Wassers an den verschiedenen Stellen der Trinkwasserinstallation. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass Legionellen auch in Trinkwasserinstallationen, die kaltes Wasser führen, überhandnehmen können. Die Wassertemperatur darf hier nicht über 25 °C anstiegen. Die Massnahmen dazu sind ebenfalls in der neuen SVGW-Richtlinie zu finden.

Weitere Faktoren

Neben der Wassertemperatur sind die Materialien, mit denen Trinkwasser in Berührung kommt, zentral: So müssen die trinkwasserführenden Leitungen und Armaturen aus hygienisch einwandfreien Material bestehen. Und: Eine der wichtigsten Massnahmen, um Trinkwasser sauber zu halten, ist die Vermeidung von Stagnation. Trinkwasser sollte fliessen – am besten jeden Tag. Wer täglich die Zapfstellen aufdreht, macht also schon vieles richtig. Selten benutzte Installationen, zum Beispiel in Ferienwohnungen, sollten regelmässig entleert oder gespült werden.

INFO

Legionellen

Legionella pneumophila ist ein Bakterium, das unter anderem in Seen und Flüssen vorkommt. Die Bakterien vermehren sich bei einer Wassertemperatur zwischen 20 und 45°C. Wird das Wasser erhitzt, sterben sie ab. Deshalb ist die richtige Temperatur in den sanitären Installationen so wichtig. Denn über die Wasserversorgung gelangen Legionellen in die Hausinstallationen und können die Legionärskrankheit verursachen. Diese entsteht, wenn man die Bakterien in feinen Wasserpartikeln in der Luft einatmet (Aerosole) – typischerweise also beim Duschen. Mit Legionellen belastetes Wasser zu trinken, ist hingegen ungefährlich.

Trinkwasser-Installationen: Das sind die neuen Vorschriften

Seit dem 1. September 2020 gelten neue Richtlinien zur Trinkwasserhygiene. Sie regeln zum Beispiel die erforderlichen Wassertemperaturen, so dass sich im Trinkwasser keine Legionellen vermehren können.
Trinkwasser sollte fliessen – am besten jeden Tag.

Trinkwasser muss hygienisch absolut einwandfrei sein. Deshalb sind die Trinkwasser-Installationen, also Leitungen und Armaturen, besonders streng reglementiert – und zwar von der Richtlinie des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfachs (SVGW). Sie regelt zum Beispiel, wie eine neue Trinkwasser-Installation auf Dichtheit geprüft und erstmalig mit sauberem Wasser gefüllt werden muss.

Die wichtigsten Massnahmen

Im September 2020 ist die neue, um mehrere Kapitel ergänzte SVGW-Richtlinie W3/E3 in Kraft getreten. Sie definiert nun auch detailliert die grundlegenden Anforderungen und Massnahmen, damit das Trinkwasser den hohen Hygienestandards genügt. Die «Basics» sind: Trinkwasser muss die optimale Temperatur haben, darf nur mit hygienisch einwandfreien Materialien in Berührung kommen und sollte möglichst jeden Tag fliessen – also nicht in den Leitungen stagnieren.

Trinkwasser-Installationen: Das sind die neuen Vorschriften
© Foto von grauy auf istockphoto.com

Nur kalt oder heiss, bitte

Wo wird das warme Wasser für die Badewanne eigentlich erhitzt – und was hat das mit Trinkwasserhygiene zu tun? Das Aufwärmen des Wassers übernehmen Warmwasserspeicher (Boiler) und Durchfluss-Wassererwärmer. Damit sich im erhitzten Wasser keine Legionellen vermehren können, muss Warmwasser eine Temperatur von mindestens 50 °C aufweisen.

Die SVGW-Richtlinie definiert die Mindesttemperaturen des Wassers an den verschiedenen Stellen der Trinkwasserinstallation. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass Legionellen auch in Trinkwasserinstallationen, die kaltes Wasser führen, überhandnehmen können. Die Wassertemperatur darf hier nicht über 25 °C anstiegen. Die Massnahmen dazu sind ebenfalls in der neuen SVGW-Richtlinie zu finden.

Weitere Faktoren

Neben der Wassertemperatur sind die Materialien, mit denen Trinkwasser in Berührung kommt, zentral: So müssen die trinkwasserführenden Leitungen und Armaturen aus hygienisch einwandfreien Material bestehen. Und: Eine der wichtigsten Massnahmen, um Trinkwasser sauber zu halten, ist die Vermeidung von Stagnation. Trinkwasser sollte fliessen – am besten jeden Tag. Wer täglich die Zapfstellen aufdreht, macht also schon vieles richtig. Selten benutzte Installationen, zum Beispiel in Ferienwohnungen, sollten regelmässig entleert oder gespült werden.

INFO

Legionellen

Legionella pneumophila ist ein Bakterium, das unter anderem in Seen und Flüssen vorkommt. Die Bakterien vermehren sich bei einer Wassertemperatur zwischen 20 und 45°C. Wird das Wasser erhitzt, sterben sie ab. Deshalb ist die richtige Temperatur in den sanitären Installationen so wichtig. Denn über die Wasserversorgung gelangen Legionellen in die Hausinstallationen und können die Legionärskrankheit verursachen. Diese entsteht, wenn man die Bakterien in feinen Wasserpartikeln in der Luft einatmet (Aerosole) – typischerweise also beim Duschen. Mit Legionellen belastetes Wasser zu trinken, ist hingegen ungefährlich.
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