Tanja Seufert
Tanja Seufert
ist Co-Redaktionsleiterin des Haus Magazin und schreibt über Themen rund um Wohnkomfort und Einrichten.
Die San benutzen Strausseneier als Gefässe für Wasser.

Wie finden Urvölker Wasser?

Indigene Völker, die noch wie ihre Vorfahren leben, sind sehr selten geworden. Wie finden sie in Wüstenregionen Wasser?

Im südlichen Afrika die San («Buschleute»), in Nordafrika die Tuareg oder in Australien die Aborigines: Drei Beispiele von Völkern, deren Vorfahren in der Wüste überleben mussten. In der Regel waren – und sind – indigene Völker in Wüstenregionen nicht sesshaft, sondern (teilweise) nomadisch. Noch heute gibt es in Gemeinschaften, die sich ihre ursprüngliche Lebensweise bewahren konnten. Vor allem in Afrika leben diese Jäger und Sammler oft in sehr trockenen Gebieten. Wie finden sie Wasser?

Die Tiere weisen den Weg

Menschen wie die San, die in der Halbwüste Kalahari im südlichen Afrika leben, sind wahre Überlebenskünstler. Trinkwasser gewinnen sie, indem sie frühmorgens mit Strausseneiern Tautropfen von Blättern auffangen. Die Eier benutzen sie auch als Gefässe, wenn sie gespeichertes Wasser in Baumhöhlen ansaugen. Um an Wasserquellen zu gelangen, folgen die San den Spuren von Tieren. Ein Trick, den sie dabei anwenden, wurde im Film «Die Götter müssen verrückt sein» bekannt: Sie füttern die Affen mit Salz und folgen den Tieren dann zu ihren Wasserquellen.

Wie finden Urvölker Wasser?
© Foto von Inked Pixels auf shutterstock.com

Bedrohte Wasserquellen

Ganz ursprünglich leben heute nur noch sehr wenige Indigene. Eine wichtige Wasserquelle in Wüsten oder Halbwüsten ist Grundwasser, das mittels Brunnen an die Oberfläche geholt wird – sauberes Wasser, das auch während längerer Trockenperioden nicht versiegt. Doch ihr Lebensraum ist insbesondere durch Minengesellschaften stark bedroht, in Botswana – wo die San leben – zum Beispiel durch den Abbau von Diamanten. Die Urvölker werden aus den wenigen Regionen, in denen sie noch Wasser finden, vertrieben (siehe auch Infokasten). Ein ähnliches Schicksal teilen zum Beispiel die indigenen Bauern in der chilenischen Atacama-Wüste, wo Lithium gewonnen wird. Das kostbare Metall wird für Akkus benötigt – und die Industrie verbraucht grosse Mengen an Süsswasser. Wasser, das den Indigenen fehlt.

INFO

Bedrohte Urvölker

Auf allen Kontinenten gibt es indigene Völker, rund 7000 sollen es weltweit noch sein. In Europa zählen die Samen in Lappland dazu. Isolierte Völker, die also in freiwilliger Abgeschiedenheit zur Aussenwelt leben, gibt es nur noch ganz wenige. Ob im Amazonas, auf Borneo oder in der Kalahari-Wüste: Überall auf der Welt sind indigene Menschen stark bedroht, vor allem aufgrund wirtschaftlicher Interessen wie Rohstoff- und Energiegewinnung.

Wie finden Urvölker Wasser?

Indigene Völker, die noch wie ihre Vorfahren leben, sind sehr selten geworden. Wie finden sie in Wüstenregionen Wasser?
Die San benutzen Strausseneier als Gefässe für Wasser.

Im südlichen Afrika die San («Buschleute»), in Nordafrika die Tuareg oder in Australien die Aborigines: Drei Beispiele von Völkern, deren Vorfahren in der Wüste überleben mussten. In der Regel waren – und sind – indigene Völker in Wüstenregionen nicht sesshaft, sondern (teilweise) nomadisch. Noch heute gibt es in Gemeinschaften, die sich ihre ursprüngliche Lebensweise bewahren konnten. Vor allem in Afrika leben diese Jäger und Sammler oft in sehr trockenen Gebieten. Wie finden sie Wasser?

Die Tiere weisen den Weg

Menschen wie die San, die in der Halbwüste Kalahari im südlichen Afrika leben, sind wahre Überlebenskünstler. Trinkwasser gewinnen sie, indem sie frühmorgens mit Strausseneiern Tautropfen von Blättern auffangen. Die Eier benutzen sie auch als Gefässe, wenn sie gespeichertes Wasser in Baumhöhlen ansaugen. Um an Wasserquellen zu gelangen, folgen die San den Spuren von Tieren. Ein Trick, den sie dabei anwenden, wurde im Film «Die Götter müssen verrückt sein» bekannt: Sie füttern die Affen mit Salz und folgen den Tieren dann zu ihren Wasserquellen.

Wie finden Urvölker Wasser?
© Foto von Inked Pixels auf shutterstock.com

Bedrohte Wasserquellen

Ganz ursprünglich leben heute nur noch sehr wenige Indigene. Eine wichtige Wasserquelle in Wüsten oder Halbwüsten ist Grundwasser, das mittels Brunnen an die Oberfläche geholt wird – sauberes Wasser, das auch während längerer Trockenperioden nicht versiegt. Doch ihr Lebensraum ist insbesondere durch Minengesellschaften stark bedroht, in Botswana – wo die San leben – zum Beispiel durch den Abbau von Diamanten. Die Urvölker werden aus den wenigen Regionen, in denen sie noch Wasser finden, vertrieben (siehe auch Infokasten). Ein ähnliches Schicksal teilen zum Beispiel die indigenen Bauern in der chilenischen Atacama-Wüste, wo Lithium gewonnen wird. Das kostbare Metall wird für Akkus benötigt – und die Industrie verbraucht grosse Mengen an Süsswasser. Wasser, das den Indigenen fehlt.

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Bedrohte Urvölker

Auf allen Kontinenten gibt es indigene Völker, rund 7000 sollen es weltweit noch sein. In Europa zählen die Samen in Lappland dazu. Isolierte Völker, die also in freiwilliger Abgeschiedenheit zur Aussenwelt leben, gibt es nur noch ganz wenige. Ob im Amazonas, auf Borneo oder in der Kalahari-Wüste: Überall auf der Welt sind indigene Menschen stark bedroht, vor allem aufgrund wirtschaftlicher Interessen wie Rohstoff- und Energiegewinnung.
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