Raphael Hegglin
Raphael Hegglin
ist Co-Redaktionsleiter des Haus Magazin und schreibt für Fachzeitschriften und Tageszeitungen über die Themen Gebäudetechnik, Energieeffizienz, Wissenschaft und Natur.
Die Fälle von Legionärskrankheit häufen sich.

Hygiene geht vor – auch beim Trinkwasser

Für sauberes Trinkwasser sind Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer teilweise selbst verantwortlich. Darauf kommt es an.

Dass bei uns Trinkwasser bester Qualität aus dem Wasserhahn fliesst, ist alles andere als selbstverständlich. Im Gegenteil, alles muss stimmen: die Umweltschutzbedingungen, die Qualität der Wasserfassungen und die des Leitungsnetzes. Ohne saubere Umwelt und hohe technische Standards ist qualitativ hochwertiges Trinkwasser also nicht möglich.

Nicht von ungefähr sind daher die Trinkwasservorschriften in der Schweiz äusserst streng und unterstehen unter anderem dem Lebensmittelgesetz. Denn Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel.

Hausbesitzer verantwortlich

Für die Trinkwasserhygiene ist jedoch nicht der Staat allein verantwortlich: Ab dem Wasserverteiler bzw. ab dem Wasserzähler sind die Hausbesitzer selbst dafür verantwortlich, dass ihr Leitungswasser stets sauber und trinkbar ist. Doch wie lässt sich die Trinkwasserhygiene in einem Haus dauerhaft aufrechterhalten? Dazu sind vor allem drei Punkte wichtig:

Leitungswasser soll fliessen

Stillstand bedeutet, dass sich Keime vermehren können. Und zwar auf eine Konzentration, die gefährlich für die Gesundheit ist. Genauso wie wir uns häufig die Hände waschen sollen, müssen also Wasserleitungen regelmässig gespült werden. Das ist im Alltag kein Problem. Nach längerer Abwesenheit wie Ferien lässt man das Leitungswasser jedoch besser einige Minuten fliessen, ehe man es nutzt.

Ein weiteres Problem sind Totleitungen: Wird auf Wunsch ein Wasseranschluss stillgelegt, reicht es nicht, nur den Anschluss zu verschliessen. Es muss das gesamte Leitungsrohr vom stillgelegten Wasseranschluss bis zum Verteiler entfernt werden. Ansonsten staut sich darin Wasser und es wachsen Keime.

Hygiene geht vor – auch beim Trinkwasser
© Foto von Peefay auf shutterstock.com

Warmwasser auf mindestens 60 Grad erhitzen

Legionellen – Bakterien, welche die gefährliche Legionärskrankheit auslösen – vermehren sich in stillstehendem Wasser mit Temperaturen zwischen 25 und 55 Grad Celsius. Wasserboiler sollten daher auf mindestens 60 Grad gehalten werden oder mit einer Legionellenschaltung versehen sein. Diese erhöht die Wassertemperatur im Boiler regelmässig auf über 60 Grad Celsius und führt so eine thermische Desinfektion durch.

Regelmässig fachgerechte Wartung

Die Wasserleitungen in einem Haus und alle daran angeschlossenen Anlagen, wie zum Beispiel Enthärtungsanlagen, muss man regelmässig kontrollieren und warten. Dies liegt ebenfalls in der Verantwortung der Hausbesitzer bzw. Vermieter. Es lohnt sich, diese Wartungen von einer erfahrenen Fachperson durchführen zu lassen. Sie garantiert, dass stets einwandfreies Wasser aus den Leitungen fliesst.

INFO

Legionellenbekämpfung intensiviert

In der Schweiz häufen sich die Fälle von Legionärskrankheit: 583 Fälle der schweren Lungenentzündung registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im vergangenen Jahr. 2014 waren es nur halb so viele. Trotz Antibiotikabehandlung führt die Krankheit bei fünf bis zehn Prozent der Betroffenen zum Tod. Aus diesem Grund fördern das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), das Bundesamt für Energie (BFE) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) das vier Jahre dauernde, multidisziplinäre Projekt «Legionellen-Bekämpfung in Gebäuden» («Legionella control in buildings» – LeCo) unter der Leitung der Eawag mit 2,5 Millionen Franken.

Hygiene geht vor – auch beim Trinkwasser

Für sauberes Trinkwasser sind Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer teilweise selbst verantwortlich. Darauf kommt es an.
Die Fälle von Legionärskrankheit häufen sich.

Dass bei uns Trinkwasser bester Qualität aus dem Wasserhahn fliesst, ist alles andere als selbstverständlich. Im Gegenteil, alles muss stimmen: die Umweltschutzbedingungen, die Qualität der Wasserfassungen und die des Leitungsnetzes. Ohne saubere Umwelt und hohe technische Standards ist qualitativ hochwertiges Trinkwasser also nicht möglich.

Nicht von ungefähr sind daher die Trinkwasservorschriften in der Schweiz äusserst streng und unterstehen unter anderem dem Lebensmittelgesetz. Denn Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel.

Hausbesitzer verantwortlich

Für die Trinkwasserhygiene ist jedoch nicht der Staat allein verantwortlich: Ab dem Wasserverteiler bzw. ab dem Wasserzähler sind die Hausbesitzer selbst dafür verantwortlich, dass ihr Leitungswasser stets sauber und trinkbar ist. Doch wie lässt sich die Trinkwasserhygiene in einem Haus dauerhaft aufrechterhalten? Dazu sind vor allem drei Punkte wichtig:

Leitungswasser soll fliessen

Stillstand bedeutet, dass sich Keime vermehren können. Und zwar auf eine Konzentration, die gefährlich für die Gesundheit ist. Genauso wie wir uns häufig die Hände waschen sollen, müssen also Wasserleitungen regelmässig gespült werden. Das ist im Alltag kein Problem. Nach längerer Abwesenheit wie Ferien lässt man das Leitungswasser jedoch besser einige Minuten fliessen, ehe man es nutzt.

Ein weiteres Problem sind Totleitungen: Wird auf Wunsch ein Wasseranschluss stillgelegt, reicht es nicht, nur den Anschluss zu verschliessen. Es muss das gesamte Leitungsrohr vom stillgelegten Wasseranschluss bis zum Verteiler entfernt werden. Ansonsten staut sich darin Wasser und es wachsen Keime.

Hygiene geht vor – auch beim Trinkwasser
© Foto von Peefay auf shutterstock.com

Warmwasser auf mindestens 60 Grad erhitzen

Legionellen – Bakterien, welche die gefährliche Legionärskrankheit auslösen – vermehren sich in stillstehendem Wasser mit Temperaturen zwischen 25 und 55 Grad Celsius. Wasserboiler sollten daher auf mindestens 60 Grad gehalten werden oder mit einer Legionellenschaltung versehen sein. Diese erhöht die Wassertemperatur im Boiler regelmässig auf über 60 Grad Celsius und führt so eine thermische Desinfektion durch.

Regelmässig fachgerechte Wartung

Die Wasserleitungen in einem Haus und alle daran angeschlossenen Anlagen, wie zum Beispiel Enthärtungsanlagen, muss man regelmässig kontrollieren und warten. Dies liegt ebenfalls in der Verantwortung der Hausbesitzer bzw. Vermieter. Es lohnt sich, diese Wartungen von einer erfahrenen Fachperson durchführen zu lassen. Sie garantiert, dass stets einwandfreies Wasser aus den Leitungen fliesst.

INFO

Legionellenbekämpfung intensiviert

In der Schweiz häufen sich die Fälle von Legionärskrankheit: 583 Fälle der schweren Lungenentzündung registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im vergangenen Jahr. 2014 waren es nur halb so viele. Trotz Antibiotikabehandlung führt die Krankheit bei fünf bis zehn Prozent der Betroffenen zum Tod. Aus diesem Grund fördern das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), das Bundesamt für Energie (BFE) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) das vier Jahre dauernde, multidisziplinäre Projekt «Legionellen-Bekämpfung in Gebäuden» («Legionella control in buildings» – LeCo) unter der Leitung der Eawag mit 2,5 Millionen Franken.
Raphael Hegglin
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ist Co-Redaktionsleiter des Haus Magazin und schreibt für Fachzeitschriften und Tageszeitungen über die Themen Gebäudetechnik, Energieeffizienz, Wissenschaft und Natur.

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