Wassersparende Armaturen und WC-Spülungen sowie effiziente Waschmaschinen – die moderne Technik ist einer der Hauptgründe für den seit Jahrzehnten sinkenden Wasserverbrauch in Schweizer Haushalten. Waren es im Jahr 1980 noch 180 Liter pro Tag und Person, sind es heute gemäss dem Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) 142 Liter. Aber auch die immer häufigere Abwesenheit tagsüber sowie das gesteigerte Bewusstsein dürften zum geringeren Verbrauch beigetragen haben.
Das Badezimmer als Grossverbraucher
Unverändert geblieben ist jedoch seit Jahren der Ort des grössten Wasserverbrauchs. Mit 42 Litern ist die WC-Spülung der absolute Spitzenreiter, dicht gefolgt von der Dusche beziehungsweise Badewanne mit 37 Litern. Spannend: Während die WC-Spülung zwischen 1997 und 2014 um über fünf Liter sparsamer wurde, nahm der Bereich Duschen/Baden um sechs Liter zu. Im gleichen Zeitraum sank der Wasserverbrauch bei Waschmaschinen von 30 Litern auf 18 Liter täglich.
Küche, Lavabo, Aussenbereich
Durch die Effizienzsteigerung fiel die Waschmaschine in der Verbraucherstatistik hinter die Küchenspüle zurück, wo täglich 21 Liter Wasser pro Person verbraucht werden. Für welche Tätigkeiten genau erfasst die Statistik nicht: entsprechend sind hier das Rüsten von Gemüse ebenso enthalten wie das Entnehmen von Hahnenwasser zum Trinken. Auf den weiteren Plätzen folgen das Lavabo im Badezimmer (15 Liter), der gesamte Aussenbereich (sechs Liter) und zum Schluss der Geschirrspüler mit gerade einmal drei Litern täglich, was noch gut zwei Prozent des durchschnittlichen Wasserverbrauchs entspricht.