Enthärtungsanlage

Was ist der Unterschied zwischen Kalkschutz und einer Enthärtungsanlage? Eine Enthärtungsanlage darf nur so genannt werden, wenn die Härte auch wirklich reduziert wird. Auch das häufig verwendete Synonym „Entkalkungsanlage“ bedeutet, dass das Wasser nach der Anlage weicher als 15 französische Härtegrade sein muss, was bei Kalkschutzanlagen nie der Fall ist. Die Reduktion der Wasserhärte ist in der Praxis nur mit Ionenaustauscheranlagen auf Salzbasis mit einem vernünftigen Aufwand möglich. Deshalb sind physikalische Kalkschutzgeräte korrekterweise keine „Enthärtungsanlagen“ oder „Entkalkungsanlagen“, da die Wasserzusammensetzung nicht verändert wird.

Ein oft gehörtes, aber trotzdem falsches Vorurteil bei Ionenaustauscheranlagen ist, dass der Mineralstoffgehalt nach der Wasserbehandlung niedriger sei. Dies ist nicht der Fall, da Calcium und Magnesium 1:1 durch Natrium ausgetauscht wird, das seinerseits ebenfalls ein lebensnotwendiges Mineral für unseren Körper ist. Allgemein kann zudem gesagt werden, dass die Argumente bezüglich des Trinkwassers und seinem Nährstoffgehalt stark aufgebauscht werden, obwohl die Zusammensetzung von Ort zu Ort stark unterschiedlich sein kann. In Bergregionen nimmt man vielerorts über das Wasser praktisch keine Mineralien auf, was alleine schon die übertriebene Bedeutung der Wasserzusammensetzung für die Ernährung zeigt.

Ein Kurzfazit zum Einstieg: Weiches Wasser erzeugt man auch heutzutage immer noch am einfachsten und günstigsten mit einer Enthärtungsanlage auf Salzbasis.