Je mehr Kalzium im Wasser, desto besser für den Menschen. So genannt hartes Wasser hat trotzdem nicht den besten Ruf.

12.08.2019, von Barbara Lanz

© Photo by Olga Sadovnikova on 123rf

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Geht es um den Härtegrad von Wasser, unterscheidet man sechs Stufen, die in französischen Härtegraden angegeben werden. Begonnen bei 0 (sehr weiches Wasser) geht die Skala bis zu sehr hartem Wasser (42 oder mehr). Je mehr Kalzium und Magnesium das Wasser aufweist, desto härter ist es.

Die Mineralstoffe gelangen auf dem Weg des Wassers über Gestein in Quellen und Gewässer und so wiederum am Ende ins Trinkwasser. Auch kann Magnesium aus Düngemittel ins Grundwasser gelangen.

Der Bedarf des Menschen an Magnesium und Kalzium wird auch mit hartem Wasser nicht gedeckt.

Hartes Wasser mit hohem Kalzium- und Magnesiumgehalt ist gut für den Menschen. Die beiden Mineralstoffe wirken sich positiv auf den Stoffwechsel aus und sind wichtig für Knochen und Zähne.

Kalzium ja, Kalk nein

Trotzdem: Auch wenn das Wasser zu Hause einen hohen Härtegrad hat, reichen die Mineralstoffe darin nicht für den täglichen Bedarf des Menschen. Und: Wer häufig duscht oder badet, kann bei kalkhaltigem Wasser gerne mal trockene Haut bekommen – bei empfindlichen Personen kann es sogar Ausschläge fördern. Geschmacklich dürfte der Verbraucher beim reinen Wassergenuss hingegen kaum einen Unterschied zwischen den Härtegraden bemerken. Kaffeefans bevorzugen jedoch weiches Wasser – es soll die Aromen besser zur Geltung bringen.

Im Haushalt hat hartes Wasser Nachteile: Kalkablagerungen sind Gift für Geräte. Viele helfen sich deshalb mit Enthärtungsanlagen, die das Wasser entsprechend weicher machen. Auch können Wasserfilter helfen, die kalkfördernde Substanzen zu entziehen.

Barbara Lanz

ist Journalistin und arbeitet vor allem im digitalen Bereich. Sie schreibt für Tages- und Fachmedien in den Bereichen Gesellschaft, Lifestyle, Energie und Wohnen.

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