Zugegeben: Was weiches Wasser anbelangt, sind einige Regionen in der Schweiz im Vorteil. Durch Enthärten aber erreicht man die gleiche Qualität.

28.06.2019, von Thomas Bürgisser

© Photo by Atlis AG / kalkmaster.ch

Eigentlich ist es ja etwas unfair. In einigen Regionen profitiert man von natürlichem Weichwasser, während man anderswo das Wasser über Enthärtungsanlagen behandeln muss, damit man weniger Kalkablagerungen im Wasserkocher oder auf Armaturen hat. Das liegt daran, dass der Boden nicht überall gleich beschaffen ist. Hartes Wasser entsteht vor allem, wenn Regenwasser durch kalkhaltige Gesteinsschichten sickert und dabei etwa mit Kalzium oder Magnesium angereichert wird. Jenen Mineralstoffen also, die sich später als Kalk bemerkbar machen.

Gleiche Vorteile wie beim natürlichen Weichwasser

Die gute Nachricht aber ist: Mit einer Enthärtungsanlage erreicht man die gleiche Qualität, wie wenn das weiche Wasser natürlich vorhanden ist. Man muss nicht mit leicht salzigem Wasser leben, nur weil man bei einem Ionen-Wasserenthärter mit Regeneriersalz arbeitet. Denn dieses kommt mit dem Wasser nie direkt in Berührung, sondern regeneriert einzig die Anlage.

Mit einer Enthärtungsanlage erreicht man die gleiche Qualität, wie wenn das weiche Wasser natürlich vorhanden ist.

Auch ist es nicht so, dass enthärtetes Wasser gar kein Kalzium oder Magnesium mehr enthält. Zwar wird zuerst alles durch Natrium ersetzt, anschliessend aber wird wieder nicht-enthärtetes Wasser beigemischt, um auf einen guten Mittelwert zu kommen. Alles, um möglichst nah an das natürliche Weichwasser zu kommen, das anderen frei Haus geliefert wird.

Thomas BürgisserThomas Bürgisser

hat Kommunikation studiert und arbeitet seit vielen Jahren als freischaffender Texter unter anderem in den Themenbereichen Sanierung, Neubau, Gebäudetechnik sowie Gesellschaft.

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